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PD Zwickau - Wildwechsel – Die unterschätzte Gefahr für Mensch und Tier

Wildwechsel – Die unterschätzte Gefahr für Mensch und Tier

Die Polizeidirektion Zwickau gibt einen Überblick über Gefahrenstellen mit einem erhöhten Risiko für Wildunfälle. Im Ernstfall kann das richtige Verhalten Schlimmeres verhindern.

Mit der Zeitumstellung in der Nacht zum 31. Oktober hat sich auch die Wildunfallgefahr wieder erhöht. Grund dafür: Der Berufsverkehr verlagert sich in die Morgen- und Abenddämmerung und das ist der Tageszeitraum, in dem Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere am aktivsten sind und sich auf Nahrungssuche begeben. Zwei Drittel aller Wildunfälle ereignen sich zu diesen Tageszeiten.

Studien haben ergeben, dass Verkehrsteilnehmer zwischen 6:00 und 8:00 Uhr besonders vorsichtig unterwegs sein sollten – insbesondere in Wald- oder Feldgebieten und auf allen Straßen, an denen das Verkehrszeichen »Achtung Wildwechsel« steht. Das kennzeichnet Streckenabschnitte, an denen sich innerhalb von drei Jahren mindestens 23 Wildunfälle ereignet haben. Bei rund der Hälfte aller getöteten Tiere handelt es sich um Rehe.

Was wäre wenn?
Häufig wird die Schwere von Wildunfällen unterschätzt. Bei einer Kollision mit 60 km/h besitzt beispielsweise ein Reh ein Aufprallgewicht von 0,8 Tonnen, ein Wildschwein von 3,5 Tonnen und ein Rothirsch sogar von 5 Tonnen. Bis zu einem Tempo von etwa 80 km/h, ist es möglich, einen Pkw sicher zum Stehen zu bringen, wenn etwa 60 Meter vor dem Fahrzeug ein Tier auf die Straße tritt.

Wie verhält man sich als Auto- oder Motorradfahrer in Wildwechselgebieten richtig?
Grundsätzlich gilt: Runter vom Gas! Je schneller das Fahrzeug, desto weniger Zeit bleibt zum Reagieren. Wer beispielsweise mit Tempo 60 statt 80 fährt, verkürzt dem Bremsweg um über 30 Meter. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an die vorherrschenden Straßenverhältnisse an. Feuchtes Laub und Matsch auf den Straßen verlängern den Bremsweg. Außerdem sollten Verkehrsteilnehmer stets damit rechnen, dass vorausfahrende Fahrzeuge plötzlich bremsen müssen und einen entsprechenden Sicherheitsabstand halten.