Gas-Alarm im Coburger Stadtgebiet

COBURG. Wegen eines möglichen Gasaustritts im Coburger Stadtgebiet kam es am Dienstagvormittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Polizei. Die Beamten konnten schnell Entwarnung geben.

Um 10 Uhr erreichte die Integrierte Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst in Ebersdorf die Nachricht von einem Gasaustritt an der Heiligkreuz-Mittelschule in Coburg in der Straße „Schleifanger“. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte war die Schule bereits geräumt. Die Feuerwehr Coburg suchte, in Zusammenarbeit mit den Städtischen Überlandwerken Coburg (SÜC), nach dem Ursprungsort des möglichen Gasaustritts. Nach kurzer Suche gaben Feuerwehr und SÜC Entwarnung. Ein Gasaustritt war nach mehreren Messungen im Schulgebäude und in dessen Umfeld auszuschließen. Die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte konnten zurück in ihre Klassenzimmer.

Da ein Gasaustritt ausgeschlossen werden konnte, machten sich die Beamten auf die Suche nach der Herkunft des ungewöhnlichen Geruchs, der auch im Umfeld des Hauptbahnhofs und der Mohrenstraße präsent war. Unter Einbeziehung der herrschenden Windrichtung, definierten die Beamten einen Suchbereich nördlich der Mittelschule. In einem Industriebetrieb in der Rodacher Straße wurden die Beamten letztendlich fündig. Dort wurden Reinigungsarbeiten an einem Tank durchgeführt. Bei diesem Vorgang kam es zu Geruchsemmissionen, die in Richtung Süden zogen. Aufgrund des üblen Geruchs klagten mehrere Schülerinnen und Schüler über anhaltende Übelkeit und wurden vom Rettungsdienst und hinzugezogenen Ärzten betreut. Letztendlich zählten Rettungsdienst und Polizei 22 Schülerinnen und Schüler, die betreut wurden. Fünf von ihnen kamen vorsorglich ins Coburger Klinikum.

Der Sachbearbeiter für Umweltdelikte der Coburger Polizeiinspektion ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.