Pressebericht der Polizei München vom 13.01.2022

57. Organisierter Callcenterbetrug; sogenannter Schockanruf – Maxvorstadt

Am Mittwoch, 12.01.2022, wurde ein 75-jähriger Münchner gegen 14:20 Uhr von einem unbekannten Mann angerufen, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer schilderte, dass die Tochter des 75-Jährigen einen Verkehrsunfall verursacht hätte und aufgrund dessen verhaftet wurde, aber gegen eine Zahlung von 40.000 Euro frei käme.

Bei dem Versuch des 75-Jährigen das Geld von der Bank abzuheben, wurden die aufmerksamen Bankangestellten misstrauisch und verständigten die Polizei. Eine Geldübergabe fand letztlich nicht statt.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die AG Phänomene durchgeführt.


58. Größerer Polizeieinsatz nach Bedrohung – Giesing

Am Mittwoch, 12.01.2022, gegen 09:40 Uhr, befand sich ein 20-jähriger Afghane zu einem Beratungsgespräch in dem Büro einer 45-Jährigen (aus dem Landkreis München) im Bereich der Pilgersheimer Straße.

Nachdem der 20-Jährige mit dem Verlauf des Gesprächs nicht zufrieden war, wurde er zunehmend aggressiv und sprach gegenüber der 45-Jährigen Drohungen aus.

Unbemerkt gelang es der 45-Jährigen die Polizei zu verständigen. Sofort rückten mehrere Streifen zur Örtlichkeit aus und sicherten den Bereich ab. Die 45-Jährige konnte durch Kräfte der Polizei gefahrlos aus dem Raum gebracht und der 20-Jährige dort festgenommen werden.

Er wurde wegen der Bedrohung angezeigt und in ein Krankenhaus eingewiesen.

Es wurde niemand verletzt.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 26 geführt.


59. Verkehrsunfall; eine Person verletzt – Haidhausen

Am Donnerstag, 13.01.2022, gegen 02:15 Uhr, befuhr ein 45-Jähriger aus dem Landkreis München mit einem Seat Pkw die Einsteinstraße stadtauswärts.

Nach ersten Ermittlungen fuhr der 45-Jährige weiter geradeaus, statt dem leicht rechts führenden Straßenverlauf zu folgen. Hierbei fuhr er unter anderem über eine Verkehrsinsel, einen Betonsockel und einen Grünstreifen, bevor er anschließend ein Brückengeländer durchbrach und auf der mehrere Meter tiefer liegenden Fahrbahn am Eingang des Richard-Strauß-Tunnels landete.

Der 45-Jährige konnte sich selbständig aus seinem auf dem Dach liegenden Pkw befreien. Er wurde verletzt und vom Rettungsdienst zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Im Rahmen der Unfallaufnahme musste die Einfahrt in den Richard-Strauß-Tunnel für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Zudem musste das Brückengeländer durch die Berufsfeuerwehr provisorisch abgesichert werden.

Der entstandene Gesamtschaden wird auf ca. 35.000 Euro geschätzt.

Mittels Atemalkoholtest wurde eine Alkoholisierung des 45-Jährigen festgestellt, woraufhin eine Blutentnahme und die Beschlagnahme des Führerscheins angeordnet wurde.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


60. Größerer Polizeieinsatz nach Bedrohung – Ludwigsvorstadt

Am Mittwoch, 12.01.2022, gegen 16:10 Uhr, verständigte eine Frau den Polizeinotruf und teilte mit, dass in einer Unterkunft im Bereich der Schillerstraße eine Person lautstark pauschale Bedrohungen ausspricht und hierbei ein Messer in der Hand hält.

Sofort rückten mehrere Streifen zur Einsatzörtlichkeit aus. Der genannte Mann, ein 29-Jähriger mit Wohnsitz in München, konnte vor seinem Zimmer in der Unterkunft angetroffen und festgenommen werden. Er war hier weiterhin aggressiv.

Anschließend wurde er zur weiteren Sachbearbeitung auf eine Polizeidienststelle gebracht und wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten angezeigt.

Des Weiteren wurde durch einen Richter der Gewahrsam des 29-Jährigen bis zum nächsten Morgen angeordnet.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 24 geführt.


61. Raub auf Tankstelle – Laim

Am Mittwoch, 12.01.2022, gegen 23:10 Uhr, betrat ein bislang unbekannter Mann die Geschäftsräume einer Tankstelle in der Landsberger Straße. Das Gesicht des Mannes wurde durch eine Mütze sowie durch einen Schal nahezu komplett bedeckt. Er begab sich direkt zum allein anwesenden Angestellten, zog eine Faustfeuerwaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld.

Nachdem ihm der 35-jährige Tankwart das Geld übergeben hatte, verließ der Täter die Tankstelle und flüchtete stadteinwärts. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne den gewünschten Erfolg.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 185 bis 190 cm groß, kräftige Figur, sprach Deutsch ohne erkennbaren Akzent; bekleidet mit schwarzer Jogginghose, blauem Pullover, schwarzen Schuhen, vollmaskiert mit schwarzer Wollmütze und schwarzem Schal; bewaffnet mit dunkler Faustfeuerwaffe, führte kleine schwarze Tasche mit sich

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Landsberger Straße und Barthstraße (Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


62. Einbruch in Büro – Pasing

Im Zeitraum Freitag, 31.12.2021, von 18:30 Uhr bis 20:40 Uhr, verschaffte sich ein zunächst unbekannter Täter Zugang zu den Büroräumlichkeiten eines Pasinger Krankenhauses. Der unbekannte Täter entwendete dort mehrere Gegenstände unter anderem Laptops, Kleidung und mehrere Schlüsselbunde. Im Anschluss entfernte sich der Täter in unbekannte Richtung.

Über Besonderheiten an einem entwendeten Schlüsselbund konnte nun ein 46-jähriger Münchner als Tatverdächtiger ermittelt und in einem Männerwohnheim in Freimann vorläufig festgenommen werden.

In den Wohnräumlichkeiten des Tatverdächtigen wurde zudem der Großteil des Diebesgutes gefunden. Darunter befand sich auch der betreffende Schlüsselbund.

Der 46-Jährige wurde wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Das Kommissariat 52 führt die Ermittlungen.


63. Tötungsdelikt – Obermenzing

Am Montag, 10.01.2022 gegen 15:15 Uhr wurde das Auffinden einer leblosen Person in einer Wohnung in Obermenzing mitgeteilt. Rettungsdienst und Notarzt konnten dann nur noch den Tod der 72-jährigen Wohnungsinhaberin feststellen.

Aufgrund entsprechend festgestellter Verletzungen ergab sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes, so dass die Mordkommission des Polizeipräsidiums München verständigt wurde. Nach dem aktuellen Erkenntnisstand kam die 72-Jährige durch stumpfe und spitze Gewalt ums Leben.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu Tatablauf, Täter und Tatmotiv werden von der Münchner Mordkommission durchgeführt