BPOL-HH: Dieb lässt verletztes Opfer auf Rolltreppe liegen und flüchtet - Vorführung beim Haftrichter

11.10.2021 – 11:43

Bundespolizeiinspektion Hamburg

Hamburg (ots)

Am 10.10.2021 gegen 23:30 Uhr befand sich ein 48-jähriger pakistanischer Staatsangehöriger auf der Rolltreppe auf dem Weg vom Bahnsteig des S-Bahnhofs Königstraße in Richtung des Ausgangs. Er stand unter erheblichem Alkoholeinfluss.

Von hinten näherte sich ein Mann auf der fahrenden Rolltreppe und tastete ihn vermutlich nach Wertgegenständen ab. Der 48-Jährige bemerkte allerdings das Vorhaben und wehrte den bevorstehenden Diebstahl ab.Hierauf flüchtete der Täter zurück in Richtung des Bahnsteigs, also entgegen der Fahrtrichtung der Rolltreppe. Sein Opfer nahm die Verfolgung auf, stolperte aber am Ende der Rolltreppe und kam zu Fall. Der Täter wiederum bemerkte dies, lief zurück zu dem Gestürzten, zog ihn von der Rolltreppe in den festen Bereich und durchsuchte ihn erneut nach Wertsachen.Mit unter anderem Bargeld lief der Dieb davon und ließ sein Opfer liegen. Der Bestohlene versuchte noch ihn festzuhalten, vergeblich.

Durch einen Hinweis wurde die Bundespolizei auf den Sachverhalt aufmerksam, unverzüglich erschien eine Streife am Einsatzort.

Für den pakistanischen Staatsangehörigen wurde ein RTW angefordert, der den Verletzten in ein Hamburger Krankenhaus transportierte. Er hatte durch den Sturz augenscheinlich einige leichte Verletzungen davongetragen.

Durch die sofortige Auswertung der Aufzeichnungen der Videoüberwachungsanlage durch Bundespolizisten konnte die Tat rekonstruiert und eine Personenbeschreibung des Täters erlangt werden.

Die Fahndung nach dem Mann verlief zunächst erfolglos.Gegen 01:30 Uhr jedoch konnte dieser durch eine Präsenzstreife der Hamburger Bundespolizei im S-Bahnhof Reeperbahn wiedererkannt und festgenommen werden.

Es handelte sich um einen 27-Jährigen, der in Israel geboren wurde. Gegen ihn bestanden nach polizeilicher Überprüfung der Personalien Fahndungsnotierungen der Staatsanwaltschaft Hamburg nach Raub und Hehlerei zur Ermittlung des Aufenthaltsortes.

Er wurde dem Bundespolizeirevier Hamburg-Altona zugeführt.

Eine Durchsuchung seines mitgeführten Rucksacks führte u.a. zum Auffinden einer betäubungsmittelähnlichen Substanz, vermutlich Kokain.

Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er durch Beamte der Hamburger Landespolizei übernommen, um ihn im Laufe des Tages beim Haftrichter vorzuführen.

Gegen ihn wurden mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen räuberischen Diebstahls und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, eingeleitet.

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